Dackel richtig tragen: So hebst du ihn sicher hoch

Wenn du deinen Dackel hochhebst, stützt du Brustkorb und Hinterteil gleichzeitig. Nimm ihn ruhig und nah an deinen Körper. Sein Rücken soll dabei möglichst in seiner natürlichen, annähernd waagerechten Position bleiben. Lass das Hinterteil nicht herunterhängen. Das gilt beim Hochnehmen genauso wie beim Tragen und Absetzen.

Die folgende Anleitung ist für einen gesunden Dackel im Alltag gedacht. Bei Schmerzen, nach einer Verletzung oder einer Rückenoperation braucht dein Hund eine zu seinem Befund passende Handhabung.

Dackel hochheben: Schritt für Schritt

1. Erst vorbereiten, dann zugreifen

Stell die Tasche ab, öffne die Tür und mach den Weg frei, bevor du deinen Dackel auf den Arm nimmst. Du brauchst beide Hände und einen sicheren Stand. Geh zu ihm herunter, statt ihn aus dem Stand nach oben zu ziehen.

Kündige das Hochheben mit einem kurzen Wort an, zum Beispiel „Hoch“. So wird dein Griff vorhersehbar. Blue Cross empfiehlt, das Aufnehmen behutsam anzukündigen und ein solches Signal einzuüben.

2. Den Brustkorb abstützen

Schiebe eine Hand beziehungsweise einen Unterarm unter den Brustkorb, direkt hinter den Vorderbeinen. Die Auflage soll breit genug sein, damit dein Hund vorne gut getragen wird. Zieh ihn nicht an den Vorderbeinen nach oben und greif nicht um den Hals.

3. Das Hinterteil mitnehmen

Mit der zweiten Hand stützt du das Hinterteil unter dem Becken. Je nach Größe deines Dackels kann der hintere Körperbereich auch auf deinem Unterarm ruhen. Entscheidend ist, dass vorne und hinten getragen werden. Nur vorne festhalten und den Rest hängen lassen ist kein guter Griff.

4. Gleichmäßig anheben und nah halten

Hebe beide Körperbereiche zusammen an. Halte deinen Dackel nah vor dir und verändere deinen Griff nicht mitten in der Bewegung. Vermeide ruckartiges Drehen. Wenn er zappelt, setz ihn auf einer sicheren Fläche wieder ab, statt ihn mit einer Hand irgendwie festzuhalten.

5. Kontrolliert absetzen

Geh zum Boden herunter und behalte die Unterstützung vorne und hinten bei. Lass erst los, wenn dein Dackel mit allen vier Pfoten sicher steht. Ein Sprung aus deinen Armen ist kein kontrolliertes Absetzen. Auch bei einer Übergabe an eine andere Person muss die Unterstützung erhalten bleiben.

Diese Griffe solltest du vermeiden

  • Nur unter den Vorderbeinen hochziehen, während das Hinterteil frei hängt.
  • Am Halsband, an den Beinen oder am Nackenfell hochheben.
  • Mit Hund auf dem Arm nach Schlüsseln suchen, schwere Taschen tragen oder Türen aufstemmen.
  • Den Körper beim Umgreifen hängen lassen oder verdrehen.

Du musst deinen Dackel dabei nicht starr in eine bestimmte Form drücken. Es geht um einen ruhigen, gut unterstützten Griff, den du sicher halten kannst.

Wenn dein Dackel nicht gern getragen wird

Nicht jeder Hund möchte auf den Arm. Für einen gesunden Dackel lässt sich das behutsam üben: erst das Signal, dann eine kurze Berührung an Brustkorb und Hinterteil. Bleibt er entspannt, kannst du das Hochheben in kleinen Schritten aufbauen. Mach daraus keine Mutprobe und halte ihn nicht gegen heftige Gegenwehr fest.

Ist die Abneigung neu oder fiept er dabei, behandle das nicht als bloße Unlust. Schmerzen beim Hochheben gehören zu den beschriebenen möglichen Anzeichen eines Bandscheibenproblems. Lass die Ursache tierärztlich abklären.

Tragen auf Treppen und beim Einsteigen

Trage deinen Dackel nur, wenn du sein Gewicht sicher halten und den Weg überblicken kannst. Auf einer engen oder glatten Treppe mit Taschen in beiden Händen fehlt dafür die Grundlage. Wenn du dich unsicher fühlst, organisiere Hilfe.

Beim Einsteigen ins Auto bereitest du seinen Platz zuerst vor. Hebe ihn hinein und setze ihn dort vollständig ab. Für die Fahrt braucht er eine geeignete Sicherung. Dein Arm ersetzt sie nicht.

Ob Tragen, eine Rampe oder selbstständiges Gehen im Alltag passt, hängt auch von seinem Gesundheitszustand und der jeweiligen Situation ab. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag über Dackel, Treppen und Sofasprünge.

Bei Schmerzen oder nach einer Operation gelten andere Regeln

Eine bekannte Rückenerkrankung braucht konkrete Anweisungen aus der behandelnden Praxis: Wie hebst du deinen Hund? Welche Bewegungen sind erlaubt? Wie kommt er zum Lösen nach draußen? Lass dir die Handgriffe zeigen, möglichst mit deinem eigenen Dackel.

Kann er plötzlich nicht mehr sicher laufen, schleift Beine nach oder zeigt starke Schmerzen, kontaktiere sofort eine Tierklinik beziehungsweise den tierärztlichen Notdienst. Vermeide unnötige Bewegung und lass dir den Transport erklären. Nach einem Unfall ist diese Alltagsanleitung kein Ersatz für eine angepasste Versorgung.

Verhindert richtiges Tragen einen Bandscheibenvorfall?

Das lässt sich nicht versprechen. Dackel haben eine besondere Veranlagung für Bandscheibenerkrankungen. Ein guter Griff ist sinnvoll für den Umgang mit deinem Hund, aber keine Garantie gegen eine Erkrankung. Einen gesunden, bewegungsfreudigen Dackel musst du deshalb auch nicht ständig herumtragen.

Welche Unterschiede es bei Futterergänzungen gibt, erklärt unser Vergleich von Einzelstoffen und Kombipulvern.

Quellen